GRENZÜBERTRITTE: Die Zahl der Migranten aus Richtung Mexiko hat jüngst deutlich zugenommen. In den acht Monaten zwischen Oktober 2018 und Mai 2019 wurden nach Angaben der US-Grenzschutzpolizei CBP mehr als 676 000 Menschen aufgegriffen. Das sind etwa doppelt so viele wie im gleichen Zeitraum ein Jahr zuvor. Zuletzt registrierte CBP monatlich mehr als 100 000 Grenzübertritte.

GRENZTOTE: Auf der Fluchtroute über die Grenze zwischen den USA und Mexiko sind nach Schätzungen der UN-Organisation für Migration (IOM) in der ersten Jahreshälfte 2019 mindestens 170 Menschen ums Leben gekommen. Einige von ihnen gelten als vermisst (Stand: 26. Juni). Im gesamten Jahr 2018 gab es IOM zufolge dort 439 Tote.

GRENZSTREIT: Die Grenze zwischen den USA und Mexiko ist etwa 3200 Kilometer lang. US-Präsident Donald Trump will an der Hälfte der Strecke eine Mauer errichten lassen. Der Rest ist nach seinen Worten durch natürliche Barrieren wie Flüsse geschützt. Mehrere Organisationen und US-Bundesstaaten gehen juristisch gegen die umstrittenen Pläne vor. Auch über die Finanzierung des Projekts gibt es Streit. Aktuell stehen nach Angaben der US-Grenzschutzbehörde etwa 1050 Kilometer befestigte Grenzanlagen. (dpa)