Eine Studie, die von den katholischen Bischöfen bestellt wurde, stellt eine bedrückende Bilanz auf. Dabei fällt der Umgang mit Personalakten auf, der in einigen Ordinariaten an der Tagesordnung war. Dort wurden belastende Schriftstücke aus dem Verkehr gezogen. Das ist auch ein Hinweis darauf, dass mancher belastete Priester über Rückhalt in der Verwaltung des Bischofs verfügte. In den einschlägigen Etagen war der Missstand bekannt, doch wurde er vertuscht und das Dossier unsichtbar gemacht, als die Aufklärung begann.

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Der Papst ruft zum Krisengipfel. Die Chefs der Bischofskonferenzen werden Anfang 2019 zum Rapport einbestellt. Warum so spät? Es ist Krisen eingeschrieben, dass ihre Lösung keinen Aufschub verträgt. Der kuriale Apparat mag wie immer Argumente haben, um das Treffen zu schieben. Dabei übersieht er jene, um die es gehen sollte: die Opfer, die mit der Kirche eine Rechnung offenhaben. Diese Schuld sollte beglichen werden.