Staub bist du, und zum Staub kehrst du zurück. Das ist die zeitlose Inschrift über dem Aschermittwoch. Wo, wenn nicht in der Politik, lässt sich dieser Spruch erhärten? Die Heldentenöre des Aschermittwochs 2017 sind schon wieder weg von der Bühne. Martin Schulz, der vor einem Jahr auf dem Durchmarsch ins Kanzleramt schien, bleibt zuhause. Dafür musste der Hanseate Scholz am Biertresen antreten. Neue Redner kommen und nehmen den leeren Mund voll. Das ist schade, denn der Aschermittwoch hat schon glänzende Zeiten gesehen. Franz Josef Strauß beherrschte die Form noch, wenn er etwa den Stammtisch mit der Kapuzinerpredigt mischte. Die Nachfolger und Nacheiferer packen das nicht. Sie wiederholen Altbekanntes aus dem Wahlkampf, den der Bürger derzeit satt hat. Die Parteien hätten guten Grund, in sich zu gehen und Abstinenz zu üben. Der Berliner Fasching währt bereits zu lange. Jetzt wollen die Wähler gute Taten sehen und keine Maßkrug-Rhetorik anhören. Weniger reden, mehr handeln.