Sieben Jahre sind es im März, dass mit dem Bürgerkrieg in Syrien ein Flächenbrand entzündet wurde, der noch immer nicht erloschen ist. Wer dachte, dass durch die Niederschlagung des IS zumindest so etwas wie eine Friedhofsruhe eingekehrt sei, hat sich getäuscht. Die Situation im Nahen Osten eskaliert.

Nun, da eine neue Ordnung aufgebaut werden soll, geht es um Macht und politische Interessen. Längst hat Präsident Assad die Fäden aus der Hand gegeben und sich zur Marionette fremder Mächte degradieren lassen. Iran, Russland, Hisbollah, Israel – die Zahl der Akteure ist groß. Besorgt muss die Nato mitansehen, wie sich ausgerechnet zwei ihrer Mitglieder mit gezogener Waffe gegenüberstehen: die Türkei und die USA.

Die einen bekämpfen die Kurden, weil sie Unabhängigkeitsbestrebungen im eigenen Land fürchten. Die anderen unterstützen die Kurden, weil sie der wichtigste Verbündete im Kampf gegen den IS sind. Die Beziehungen zwischen Ankara und Washington sind damit auf einem Tiefpunkt angekommen.