Sie laden zu Debattencamps, reisen auf Zuhör-Touren durch die Republik oder befragen ihre Anhänger via Internet: Die deutsche Parteienlandschaft ist spürbar in Bewegung. Landauf, landab versuchen die Funktionäre, die Stimmung der Basis zu destillieren.

Der Schock, den die Wahl ausgelöst hat, ist noch längst nicht verflogen. Auch die CDU muss sich fragen, was so viele ihrer Wähler zur AfD getrieben hat. Es ist keine einfache Aufgabe, die vor der neuen Generalsekretärin Kramp-Karrenbauer liegt.

Nur wenn es ihr gelingt, eine Antwort auf die Frage nach dem Markenkern zu finden, kann sie die Stimmung drehen. Die CDU hat einen großen Vor-, aber auch einen großen Nachteil. Als Partei der Mitte mit ihren so unterschiedlichen Charakteren bietet sie vielen Menschen eine politische Heimat.

Doch dieses breite Tableau ist es auch, das ihr eine Zuspitzung auf eine scharfe Zielgruppe verbietet. Modern? Progressiv? Von allem ein bisschen? Was macht eine Volkspartei aus, in einer zunehmend gespaltenen Gesellschaft?