Manchmal können kleine, scheinbar harmlose Formulierungen viel verraten. Er glaube, dass sich Alice Weidel in der Spendenaffäre keine Vorwürfe machen müsse, sagt Alexander Gauland, der Kollege im Fraktionsvorsitz der AfD. Er hätte auch sagen können: Sicher bin ich mir nicht. Bedingungsloser Rückhalt klingt anders.

Überstehen kann die Abgeordnete vom Bodensee den Skandal um illegale Parteispenden nur, wenn ihre Partei sie nicht ins Bodenlose fallen lässt. Darauf verlassen sollte sie sich nicht: Weidel hat sich seit ihrem Einzug in den Bundestag in den eigenen Reihen viele Feinde gemacht. Hartnäckig versucht sie, Hardliner wie Björn Höcke und Wolfgang Gedeon aus der Partei zu drängen, weil diese bürgerlich-konservative Wähler verprellen.

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Am rechten Rand wächst daher der Groll auf die rabiate Fraktionschefin. Entschieden ist dieser Kampf noch lange nicht – doch Weidel wankt sichtlich. Wer immer sie im Wahlkampf unterstützen wollte: Effektiver hätte er ihr kaum schaden können.