Kosovokrieg

Die Nato startet im März 1999 Luftangriffe auf Ziele in Jugoslawien, um die gezielte Vertreibung der albanischen Bevölkerung aus dem Kosovo durch die mit Moskau verbündeten serbische Truppen zu stoppen. Russland bricht die Beziehungen zur Nato vorübergehend ab. Als das Kosovo sich knapp neun Jahre später einseitig für unabhängig erklärt, verweigert Moskau die Anerkennung.

Nato-Osterweiterung

Zehn Jahre nach dem Fall der Berliner Mauer treten 1999 mit Tschechien, Ungarn und Polen erstmals ehemalige Ostblockländer der Nato bei. Ungeachtet der Warnungen Russlands nimmt das Militärbündnis 2004 auch die früheren Sowjetrepubliken Estland, Lettland und Litauen sowie die osteuropäischen Länder Bulgarien, Rumänien, die Slowakei und Slowenien auf. Im Zuge der EU-Osterweiterung werden die zehn Länder in den Jahren 2004 und 2007 auch in den Kreis der Europäischen Union aufgenommen.

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Georgien-Konflikt

Im August 2008 greift Russland in den Georgien-Konflikt ein und unterstützt die beiden abtrünnigen Provinzen Abchasien und Südossetien. Bis heute sind tausende russische Soldaten in den beiden Regionen stationiert, Georgien wertet dies als Besatzung.

Ukraine-Konflikt

2014 gliedert Russland die völkerrechtlich zur Ukraine gehörende Halbinsel Krim in ihr Staatgebiet ein. Der Westen wirft Moskau zudem vor, die Rebellen in der Ost-Ukraine, die gegen die Regierung in Kiew kämpfen, militärisch zu unterstützen. Die EU und die USA verhängen Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Die Nato setzt die Zusammenarbeit mit Moskau aus und entsendet Truppen ins Baltikum und nach Polen.

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Syrien

Russland steht im syrischen Bürgerkrieg an der Seite von Machthaber Assad und unterstützt die Regierungsgruppen seit Oktober 2015 auch militärisch. Im UN-Sicherheitsrat blockiert Moskau regelmäßig Resolutionen zu Syrien, bis heute legte Russland zwölf Mal sein Veto ein. Im April 2017 und im April 2018 lässt US-Präsident Trump als Reaktion auf Giftgasangriffe syrische Militärbasen mit Raketen beschießen.

Wahlmanipulation

Russland wird vorgeworfen, sich 2016 in den US-Präsidentschaftswahlkampf eingemischt zu haben, um dem rechtskonservativen Trump zum Sieg über Hillary Clinton zu verhelfen. Moskau weist die Anschuldigungen zurück.