Raten Sie mal: Wem folgen auf Twitter mehr Menschen? Dem US-Oberpolterer Donald Trump, der auch noch die kleinste Kleinigkeit groß kommentiert, oder seinem präsidialen Vorgänger Barack Obama, der Twitter zu seiner Amtszeit wenig kontrovers und auch nicht übermäßig stark verwendet hat? Das Resultat ist eindeutig, knapp 109 Millionen Menschen folgen dem einen, 65 Millionen dem anderen. Und ja, man kann es sich schon denken: Tatsächlich ist es Obama, dessen Nachrichten viel mehr Menschen abonniert haben.

Nun ist es natürlich verständlich, dass nicht jeder sich täglich Dutzende Trump-Tiraden in den Digitalkanal spülen lassen will (siehe auch Beispiel unten rechts). Aber Obama setzt tatsächlich auf das exakte Gegenteil. Politische Statements? Äußerst rar. Er zeigt seine Unterstützung für den Klimastreik – und das war es in der vergangenen zwei Wochen dann auch schon mit politisch positionierten Tweets. Ähnlich ist es auf Instagram, auch hier ist Trump im Dauerfeuer, während Obama (wie hier schon erwähnt) gerne Buch- und Liedempfehlungen teilt.

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Seine Profilbeschreibung macht dafür klar, was ihm wirklich wichtig ist. Dort nennt er sich, in dieser Reihenfolge: Vater, Ehemann, Präsident, Bürger. Und, klar: Wenn man es ernst meint, fressen ja schon erstere zwei Rollen so viel Zeit, dass man sich nicht noch dauernd mit Dauerchaos-Donald oder Social-Media-Gefeuer beschäftigen kann.

SÜDKURIER-Digitaldiagnose: Stille statt Spott, Ruhe statt Rage, Zurückhaltung statt Zorn.

Greta Thunberg.
Greta Thunberg. | Bild: BENOIT DOPPAGNE

„Sie wirkt wie ein sehr glückliches Mädchen, das sich auf eine leuchtende, wundervolle Zukunft freut“, höhnte Donald Trump diese Woche auf Twitter über Gretas Wut-und-Tränen-Rede. Die wiederum warf Trump bei einer kurzen Begegnung einen Blick zu, der so eisig war, dass seine kühlende Wirkung auf die weltweiten Temperaturen stärker sein dürfte als die des deutschen Klimapakets. Und auf den Hohn reagierte sie souverän: Sie übernahm Trumps Spott wortgleich in die Beschreibung ihres Twitter-Profils.

SÜDKURIER-Digitaldiagnose: Kühler Kopf gegen alberne Attacke.

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. | Bild: Oliver Berg

Das Internet ist eine riesige Mobbingmaschine. Es ist aber auch das Gegenteil: Eine Plattform gegen Ausgrenzung. Das haben zwei US-Schüler bewiesen. Sie hatten einen Mitschüler verspottet, weil der immer dieselben Klamotten trug. Doch daheim bereuten sie das und brachten ihm am Tag danach neue Klamotten. Der sagte, für ihn sei das einer der schönsten Tage seines Lebens. Ein Video der Aktion verbreitete sich, die Schenkenden wurden am Ende ihrerseits von Schauspieler Will Smith beschenkt.

SÜDKURIER-Digitaldiagnose: Wer gibt, dem wird gegeben.

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Eine Auto-Wettfahrt ab Konstanz? Ohje, da läuten gleich die Raser-Alarmglocken. Gut, dass es beim sogenannten E-Cannonball, der morgen bei der Insel Mainau startet, nicht nur auf die Geschwindigkeit ankommt. Viel mehr geht es darum, zu testen, wie praxistauglich E-Autos sind. 60 Auto-Modelle unter großer Social-Media-Aufmerksamkeit beweisen, wie gut sie in möglichst kurzer Zeit nach Berlin kommen. Polizisten können aber beruhigt sein: Dank der beschränkten Akku-Kapazität ist Rasen keine gute Option.

SÜDKURIER-Digitaldiagnose: Vollstrom statt Vollgas.

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