Die Mitte-Rechts-Fraktionen der SVP und gleichgesinnter Parteien sowie der liberalen FDP hatten bisher zusammen eine knappe Mehrheit von 101 der 200 Sitze. 80 bis 90 Prozent der Wahlwilligen geben ihre Stimme traditionsgemäß per Briefwahl ab. Die letzten Wahllokale schließen um 12.00 Uhr.

Wie anderswo in Europa hat die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg auch in der Schweiz das Klimathema auf der Tagesordnung ganz nach oben geschoben. Entsprechend könnten die beiden grünen Parteien nach den Umfragen um bis zu sechs Punkte auf etwa 18 Prozent zulegen.

SVP voraussichtlich weiterhin stärkste Kraft

Ungeachtet ihrer Verluste dürfte die SVP, die von der AfD in Deutschland als großes Vorbild betrachtet wird, aber wählerstärkste Partei bleiben. Ihr Aufstieg begann in den 90er Jahren von knapp zwölf Prozent auf das Rekordergebnis von 29,4 Prozent bei der Wahl 2015. Damit lag sie mehr als zehn Prozentpunkte vor der zweitstärksten Partei, den Sozialdemokraten.

An der Regierung ändert das Wahlergebnis nichts: dort herrscht das Konsensprinzip. Seit 60 Jahren sind praktisch die gleichen vier größten Parteien im siebenköpfigen Bundesrat vertreten. (dpa)