Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu meldete am Dienstag unter Berufung auf die Armee, Afrin-Stadt werde seit dem Vortag belagert. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte teilte mit, 300 000 Menschen seien nun eingeschlossen.

Die türkischen Streitkräfte hatten am 20. Januar die „Operation Olivenzweig“ gegen die YPG begonnen. Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan hatte angekündigt, Afrin-Stadt zu belagern. Als Grund hatte er gesagt: „Auf diese Weise wird die Hilfe von außen blockiert und die Terrororganisation wird nicht mehr die Möglichkeit haben, mit jemandem einen Handel einzugehen.“

Die Regierung in Ankara stuft die YPG wegen ihrer Verbindungen zur verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK als Terrororganisation ein. Die türkische Regierung argumentiert, dass die „Operation Olivenzweig“ nicht gegen internationales Recht verstoße. Der wissenschaftliche Dienst des Bundestages hatte zuletzt allerdings Zweifel daran geäußert.