Todesschüsse am höchsten jüdischen Feiertag, Polizeiketten vor Synagogen: Was in Halle geschehen ist, ist ein Albtraum für die Juden in Deutschland und die gesamte bundesdeutsche Gesellschaft. Noch ist nicht ganz klar, was zu dieser ungeheuerlichen Tat führte. Unstrittig ist nur: In Halle hat die Gewalt gegen Juden in dieser Republik eine neue Dimension erreicht.

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Es ist deshalb richtig, dass der Generalbundesanwalt diesen Angriff sofort zur Chefsache erklärt hat. Die Behörde vermutetet einen rechtsextremistischen Hintergrund, weil alle Anzeichen dafür sprechen. Wenn dem so sein sollte, kann es im Kampf gegen Rechts kein Pardon mehr geben. Nach NSU, Chemnitz und dem Mord an Walter Lübcke sucht die Szene offenbar die Entscheidung. So wie in den 70er-Jahren im Kampf gegen die RAF darf der Staat vor diesem Gegner nicht länger zurückzucken.