Und doch sind die Zeichen, die das nordkoreanische Regime aussendet, eindeutig: Kim Jong Un setzt auf Annäherung. Das mag auf den ersten Blick überraschen. 2017 hat das Regime fast ohne Unterlass Atombomben oder Raketen getestet – und den Zorn der Weltgemeinschaft auf sich gezogen.

Eines seiner wichtigsten Etappenziele hat Kim damit erreicht: Die USA können ihn nicht mehr angreifen, ohne selbst Schaden zu nehmen. Nun will das Regime in Pjöngjang verhandeln: um Nahrungsmittel, Teilnahme an den Olympischen Winterspielen – und eine Annäherung an Südkorea. Das Atomwaffenprogramm wird nicht aufgegeben. Dafür ist Kim zu weit gekommen. Er könnte aber anbieten, die Produktion von waffenfähigem Uran auszusetzen. Im Gegenzug könnten die Sanktionen gelockert werden und das geschundene Volk könnte mit einem Wirtschaftsaufschwung beglückt werden.