„Heiraten ist unmoralisch“ – mit diesem Bestseller brachte die Feministin Esther Vilar vor 25 Jahren das Unbehagen an der Ehe auf den Punkt. Ein Arrangement, das Männern viele und Frauen wenige Vorteile bringt: Die Ehe schien ein Auslaufmodell zu sein.

Nun zeigt eine neue Studie wenig überraschend, dass der Großteil der Deutschen glücklich ist, und dass vor allem Gesundheit und eine gute Partnerschaft dazu beitragen. Ist das nun reaktionär? Keineswegs. Menschen sehnen sich nach Bindung und Beständigkeit in einer hektischen Welt, und eine gute Ehe kann dazu einen großen Beitrag leisten.

Frauen sind selbstbewusster als früher, verdienen ihr eigenes Geld, und wenn eine Ehe nicht trägt, kann man sich trennen, wie bei den Gottschalks. Denn ein Trauschein ist keine Garantie für ewiges Glück. Ab und zu gibt es Krach, und bisweilen könnte man den Partner auf den Mond wünschen. Doch das große Gefühl des „Wir beide gegen der Rest der Welt“ ist es wert.