Es gibt Diskussionen, die stören eine dösende Katze auf der Ofenbank etwa so wie das Kommando ihres Menschen, sie möge herkommen: wenig. Juristen überlegen, ob man ein Streunverbot für freilaufende Katzen erlassen kann. Das klingt schön und nach angewandtem Artenschutz. 

Das war‘s dann aber auch schon, denn der Ansatz ist falsch. Katzen jagen dann, wenn sie zu Hause nicht gut betreut und gefüttert werden. Ein fetter Kater hat nicht den gleichen Jagdtrieb wie ein magerer Streuner, der sich selbst überlassen ist.

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Wie sollte die praktische Umsetzung aussehen? Nicht nur Bauern, bei denen Katzen die Mäuse auf dem Hof jagen, fassen sich an den Kopf. Es gibt in Deutschland Millionen Streunerkatzen, die niemandem gehören. Sie jagen aus Hunger und Not.

Nein, die Lösung liegt woanders. Menschen müssen sich um ihre Tiere kümmern und sie kastrieren lassen. Das senkt ihre Zahl und auch den ökologischen Druck. Ein Kastrationsgebot der Kommunen könnte helfen. Natürlich ist es auch gut, wenn Katzenhalter aufmerksam sind und ihre Katzen drinnenhalten, wenn Jungvögel gerade flügge werden.

Im Übrigen: Der größte Vernichter von Arten auf dem Planeten ist der Mensch. Da hat man bislang noch nichts von einem Ausgehverbot gehört.

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