Seit sieben Jahren ist Deutschland ohne Wehrpflicht. Die Folgen machen sich schon lange bemerkbar. Der Armee mangelt es an Freiwilligen. Der Arbeitsmarkt ist leergefegt, gute Leute werden gesucht, und da scheint es wenig attraktiv, eine Uniform zu tragen.

Das läuft quer zu den Plänen der Regierung, die Truppe von derzeit nur 180 000 Soldaten auf mehr als 200 000 aufzustocken. Dieses Ziel kann man vergessen, solange es selbst für EU-Ausländer zur Geduldsprobe wird, in die Bundeswehr einzutreten. Nur ein einziger Ausländer dient in deren Reihen: ein Militärarzt aus Rumänien.

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Die Kasernentore müssen also deutlich durchlässiger werden. In Frankreich und Großbritannien – die vergleichbare Armeen unterhalten – ist das bereits der Fall. Bewerbern von außerhalb der EU sollte der Zutritt allerdings verwehrt bleiben, und auch der Handel Pass gegen Uniform ist keine Lösung. Die Bundeswehr braucht Soldaten, die mit Überzeugung bei der Sache sind – und keine Söldner.