Anders als bei Aufarbeitung der Zulagen-Affäre in Ludwigsburg, die den Fall Konstanz in der Folge erst mit ans Tageslicht brachte, hat das Wissenschaftsministerium diesmal konsequent gehandelt und vieles richtig gemacht. Den ersten Hinweisen auf Unregelmäßigkeiten in Konstanz wurde im Ministerium konsequent nachgegangen.

Jetzt liegt das Gesamtpaket aller Misstände auf dem Tisch, Theresia Bauer nimmt die Verantwortlichen vor Ort in die Pflicht und zudem gibt es für künftige Zulagen eine rechtskonforme Richtlinie. Gut so. Mögliche rechtliche Vergehen hat nun die Staatsanwaltschaft zu klären.

Bauer muss sich freilich der Frage stellen: Warum erst jetzt? Die Zulagenaffäre Ludwigsburg war 2015 bereits seit Jahren in der Aufarbeitung, als es in Konstanz noch möglich war, ebenfalls ohne rechtliche Grundlagen Extra-Gelder an Professoren zu verteilen. Um eine Antwort darauf, warum das zu diesem Zeitpunkt noch möglich war, wird Bauer nicht herumkommen.