Annegret Kramp-Karrenbauer hat ein Kommunikationsproblem. Nicht zum ersten Mal lässt sie mit unklaren Äußerungen einen Interpretationsspielraum, der zu Spekulationen einlädt. Zuletzt war das nach der Europawahl, als AKK den Eindruck erweckte, sie fordere eine Kontrolle politischer Debatten im Internet. Jetzt die Sache mit Maaßen.

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Das ist keine gute Voraussetzung für eine Frau, die sich anschickt, die nächste Kanzlerin werden zu wollen. Und im Übrigen auch nicht für eine Parteichefin. Eine solche darf durchaus Tacheles reden, ja, soll das sogar – aber dann wohlüberlegt. So, dass sie es auch erträgt, wenn sich in der Partei und in der Öffentlichkeit Widerspruch regt.

Die klare Abgrenzung zu Hans-Georg Maaßen wäre ja durchaus angebracht. Was der ehemalige Verfassungsschutzpräsident in letzter Zeit von sich gibt, spricht vor allem AfD-Wähler an. Aus der Partei ausschließen muss man ihn aber trotzdem nicht. So viel Widerspruch muss eine Volkspartei schon aushalten können.