Die Lebensmittelindustrie gibt sich als Opfer: Das Mindesthaltbarkeitsdatum ist vorgegeben, die Branche selbst baut genügend Sicherheiten ein, um von einem Kunden mit Magenweh ja nicht verklagt werden zu können.

Dabei profitieren die Hersteller massiv von dem Datum, nach dem die Nahrungsmittel zwar nach wie vor genießbar sind, die meisten Kunden aber aus Vorsicht den Joghurt ungeöffnet in den Mülleimer werfen: Die Wegwerfkultur in deutschen Haushalten fördert den Gewinn der Produzenten.

Dass Händler langsam gegensteuern, weil die Kosten für die Entsorgung deren Gewinnmarge schmälern, ist ein Anfang – aber nicht genug. Der Verbraucher selbst ist gefragt und muss sich endlich klar machen, dass der sich uns bietende Überfluss nicht für alle Menschen verfügbar ist.

Zudem belastet er das Klima und schmälert unseren Lebensraum. Dagegen kann jeder einzelne etwas tun. Gerade jetzt – in der Vorweihnachtszeit, ist es Zeit für eine Bewusstseinsänderung.