Landtagsvizepräsident Wilfried Klenk (CDU) verwies den Vertreter des Wahlkreises Kehl des Saales. Räpple sitzt in der letzten Reihe des Sitzungssaales neben dem fraktionslosen Wolfgang Gedeon.

Von dort rief er einmal Richtung Pult, wo eine Grüne ihre Erstlingsrede hielt: „Geh‘ doch heim!“ Richtung CDU-Kollegen Tobias Wald, der um Beherrschung bat, raunzte er „Wein doch!“

Als der Vizepräsident einen Ordnungsruf erteilte, maulte Räpple schließlich „Drecks-Klenk“.

Der AfD-Abgeordnete wird dem rechten Rand seiner Partei zugeordnet. Nach Angaben von AfD-Fraktionschef Jörg Meuthen hatte Räpple etwa bei der Fusion der AfD und der abgespaltenen ABW im Oktober eine Präambel zur Abgrenzung von Antisemitismus und Rassismus nicht unterschrieben. Grünen-Fraktionschef Andreas Schwarz sagte: „Die AfD hat wieder einmal bewiesen, dass sie eines Parlamentes nicht würdig ist.“

Ein Sitzungsausschluss ist nach Angaben eines Landtagssprechers nur aus dem Jahr 1991 überliefert: Während der Verlesung des Amtseids vor der Vereidigung des Ministerpräsidenten Erwin Teufel (CDU) entfalteten zwei Abgeordnete ein Spruchband mit der Aufschrift: „Bei jeder Waffenschieberei ist Baden-Württemberg dabei“. Beide wurden daraufhin aufgefordert, den Saal sofort zu verlassen.