In einer am Sonntagabend veröffentlichten Nachwahlbefragung des Fernsehsenders SVT kamen sie mit 19,2 Prozent auf Platz zwei hinter den regierenden Sozialdemokraten. Der Fernsehsenders TV4 sah sie dagegen mit gut 16 Prozent auf Platz drei.

Die Bildung einer Regierung könnte sich angesichts der neuen Verhältnisse schwierig gestalten. Laut TV4 wurden die Sozialdemokraten von Ministerpräsident Stefan Löfven mit rund 25 Prozent Wahlsieger, verloren aber knapp sechs Prozentpunkte im Vergleich zur Wahl 2014. Die (konservativen) Moderaten kamen demnach mit 18,4 Prozent auf Platz zwei. Laut SVT erhielten die Sozialdemokraten 26,2 Prozent, die Schwedendemokraten 19,2, die Moderaten lagen mit 17,8 Prozent auf Platz drei.

Regierungsbildung könnte schwierig werden

Umfragen hatten den fremdenfeindlichen Schwedendemokraten von Parteichef Jimmie Akesson zwischen 16 und 25 Prozent der Stimmen vorausgesagt. Der Aufstieg der Rechtsextremen dürfte auf jeden Fall das Parteiengefüge durcheinanderbringen und eine Regierungsbildung erschweren. Weder die bislang regierende rot-grüne Koalition, noch die konservativen Oppositionsparteien um die Moderaten von Ulf Kristersson dürften auf eine Mehrheit der 349 Parlamentsmandate kommen.

7,5 Millionen Schwedenwaren zur Wahl aufgerufen. Angesichts des Vormarschs von Rechtspopulisten in Europa in Folge der Flüchtlingskrise wurde die Wahl auch außerhalb Schwedens mit großer Spannung verfolgt. 

(AFP)