Bei der Messerattacke mit mehreren Verletzten in London handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen Terrorangriff. Das teilte Scotland Yard am Freitag mit.  Noch seien die Umstände jedoch unklar. Ein Verdächtigter sei noch am Tatort erschossen worden. Laut den Behörden trug er eine Sprengstoffattrappe. Eine Reihe von Menschen hätten Stichverletzungen erlitten.

Einem BBC-Reporter zufolge, der am Tatort war, hatten mehrere Menschen versucht, einen Mann zu Boden zu drücken. Dann seien Schüsse gefallen. Mehrere Videos, die in sozialen Medien kursierten, schienen diesen Hergang zu bestätigen. Zu sehen war beispielsweise, wie Menschen auf der Brücke miteinander rangen. Eine andere Szene zeigt, wie Polizisten ihre Waffen auf einen am Boden kauernden Mann auf der Brücke richten.

Premierminister Boris Johnson teilte per Twitter mit, er werde über den Vorfall auf dem Laufenden gehalten und dankte den Einsatzkräften für ihre „unverzügliche Reaktion“. 

Die Brücke und Umgebung wurden weiträumig abgesperrt. Passanten wurden aufgefordert, den Anweisungen der Sicherheitskräfte zu folgen. London Bridge ist ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit einem betriebsamen Bahnhof. Auf Videos im Internet war zu sehen, wie viele Menschen versuchten, in Panik die Brücke und Umgebung zu verlassen.

Im Juni 2017 starben in der britischen Hauptstadt acht Menschen, nachdem Terroristen mit einem Transporter erst drei Menschen auf der London Bridge umgefahren und anschließend fünf weitere am Borough Market erstochen hatten. Polizisten erschossen die drei Täter. (dpa)