Die Bilder, die uns in diesen Tagen aus Syrien erreichen, sind schier unerträglich. Kinder mit staubbedeckten und vor Angst verzerrten Gesichtern. Leichen, in Reih und Glied aufgebahrt, weil niemand mehr weiß, wohin mit ihnen. Männer mit schwersten Verletzungen, die von keinem Arzt mehr beachtet werden, weil ihre Überlebenschancen ohnehin gering sind.

Die Kanzlerin verurteilt das barbarische Treiben als "Massaker". Kriegsverbrecher Assad wird sich davon kaum beeindrucken lassen. Und so bleiben nichts als hilfslose Gesten – und der Griff in den Geldbeutel. Zehn Millionen Euro zusätzlich sollen nach Syrien fließen, die diplomatischen Drähte glühen. Und das geschieht nicht nur aus Mitleid mit den Opfern. Längst geht wieder die Furcht um, dass sich im Nahen Osten verzweifelte Flüchtlinge auf den Weg in Richtung Deutschland machen könnten. Ein zusätzliches Problem, das die Kanzlerin im Moment nicht brauchen kann. So vermischt sich Hilfe mit politischem Egoismus auf ganz eigene Art.