Während die selbsternannten Gotteskrieger des Islamischen Staates in ihren Kampfgebieten fast vollständig besiegt sind, wächst die Befürchtung, dass sie nun Sehnsucht nach der alten Heimat Europa verspüren. Noch bleibt die ganz große Rückreisewelle aus Syrien und dem Irak aus.

Doch schon die bisherigen Fälle zeigen: Der Umgang mit den Terror-Touristen in Deutschland ist schwierig. Ist es möglich, jemanden, der sich bis zur Kriegslust radikalisiert hat, wieder in die deutsche Gesellschaft zu integrieren? Ideologie löst sich kaum in Luft auf. Geläutert werden die wenigsten sein, eher frustriert. Und Frust ist gefährlich. Doch auch die Strafbehörden geraten an ihre Grenzen. Die Beweisführung, dass jemand eine aktive Rolle innerhalb der Miliz hatte, ist mühsam bis unmöglich.

Rechtshilfe aus dem zerrütteten Syrien ist kaum zu erwarten. Der Islamische Staat und seine Anhänger werden uns noch viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte zusetzen.