8000 zusätzliche Stellen in der Pflege, eine bessere Bezahlung und flächendeckende Tarifverträge: Das, was SPD und CDU vorhaben, hört sich gut an. Die Mitarbeiter in den Pflegeheimen sind überlastet, die Personaldecke ist seit Jahren zu dünn, und die Zustände mancherorts erbärmlich.

Doch woher sollen die Fachkräfte kommen? Schon heute würde die Pflege ohne Helfer aus dem Ausland kollabieren. Viel zu wenige entscheiden sich für diesen verantwortungsvollen Beruf, besonders in der Altenpflege: Wenn man bedenkt, dass auf fast 15 000 offene Stellen für Pflegefachkräfte, nur 3000 arbeitslos gemeldete Altenpflegekräfte kommen, kann man die Dimensionen erahnen. Studien rechnen mit bis zu 300 000 fehlenden Fachkräften bis 2035.

Wer sich künftig für diesen Beruf entscheiden soll, braucht außer Nächstenliebe und persönlichem Einsatz besonders eines: das Gefühl, etwas zu tun, was gesellschaftlich wertgeschätzt und entsprechend entlohnt wird. An beidem mangelt es derzeit.