Die Sache fing vor Jahren harmlos an: Eltern gaben ihrem Kind ein Handy mit in die Schule, damit man notfalls Kontakt aufnehmen kann. Doch das ist längst zweitrangig geworden. Die mit Apps vollgepackten Smartphones sind Spielzeuge geworden. Und dass Kinder sich damit im Unterricht locker in eine Parallelwelt abseilen können, wird jeder Lehrer bestätigen. Regeln für die Handy-Nutzung sind daher notwendig und die meisten Schulen haben sie bereits eingeführt.

Das französische Modell des Totalverbots lässt sich in Deutschland selbstredend nicht verwirklichen. Dagegen spricht bereits der Föderalismus in der Bildungspolitik. Aber auch die Länder sollten den Schulen hier freie Hand lassen. Sie wissen am besten, wie mit der Smartphonisierung des Schulalltags umzugehen ist. Nicht zu vergessen: Im Unterricht kann die Handy-App ein nützliches Lernmittel sein, wenn ansonsten technisch Steinzeit herrscht. Und das ist in vielen deutschen Schulen noch immer der Fall.