Jeder zweite 18-Jährige wurde schon einmal im Internet beschimpft. Manchmal bleibt es bei kurzen Hasstiraden. Oft entsteht daraus aber eine Terror-Welle, die kein Lehrer, kein Schulsozialarbeiter und kein Vater aufhalten kann. Experten kennen das Problem seit Jahren – effektive Lösungen bleiben aber Mangelware.

Das könnte Sie auch interessieren

Das Kultusministerium stellt hilflosen Kindern Schulpsychologen, Präventionsbeauftragte und Beratungslehrer zur Seite. Die helfen jedoch erst, wenn Kinder so sehr leiden, dass sie sich Erwachsenen öffnen, oder der Hass im Internet zufällig bemerkt wird.

Es reicht nicht aus, dass Polizisten oder Mentaltrainer einmal im Jahr in der Turnhalle an die Zivilcourage der Schüler appellieren. Kinder müssen von klein auf den richtigen Umgang mit ihren Smartphones lernen. Viele Eltern können das nicht leisten, weil sie sich mit sozialen Medien selbst nicht auskennen.

Was wir brauchen, ist Medienkunde als Unterrichtsfach. Nicht erst in zehn Jahren. Denn das Internet ist längst kein Neuland mehr.