Wie sich bei den G20-Krawallen in Hamburg zeigte, gibt es im Umgang mit den Gewalttätern aus der linken Szene Fehleinschätzungen, Beschwichtigungen und Beschönigungen. Die Ausschreitungen vor fünf Monaten waren keineswegs ein spontaner Aufmarsch von Chaoten und irregeleiteten Weltverbesserern, wie manche anfangs mutmaßten, sondern eine von langer Hand geplante Aktion eiskalter Politkrimineller, die den Rechtsstaat herausfordern wollen.

Die Razzia gegen die Drahtzieher von Hamburg ist daher überfällig. Gegen mehr als 3000 Gewalttäter, Brandstifter und Plünderer wurde nach den Krawallen im Juli ermittelt. Rechtskräftig verurteilt wurden bisher sieben. Solange sich daran nichts ändert, kann der Rechtsstaat nicht erwarten, von dieser Szene ernst genommen zu werden. In diesem Punkt unterscheiden sich linke Extremisten nicht von rechten.