Man kann eben nicht alle bedienen: Während Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) weiterhin auf seine Respekt-Rente besteht, macht die Kanzlerin ihrem Parteikollegen Jens Spahn einen Strich durch die Rechnung. Der wollte eigentlich Rentner bei der Zahlung von Krankenkassenbeiträgen auf Betriebsrenten entlasten. Gute Argumente gäbe es auch dafür: Schließlich haben diese Rentner bereits beim Ansparen Beiträge abgeführt.

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Die Frage, die sich die große Koalition stellen muss, ist: Wo will sie hin mit ihrer Sozialpolitik? Die SPD, so scheint es, plant Wohltaten um jeden Preis: Bürgergeld statt Hartz IV, eine Kindergrundsicherung, mehr Wohngeld und nun noch die Respekt-Rente. Sie macht da weiter, wo sie mit der Rente mit 63 aufgehört hat. Wie das bezahlt werden soll, darauf geben die Sozialdemokraten keine Antwort. Finanzminister und SPD-Vize Olaf Scholz kämpft er schon jetzt gegen ein Defizit in der Staatskasse. Die Wohltaten seiner Genossen noch gar nicht mit eingerechnet.