In Brüssel verhandelt die EU mit den Briten über ein Abkommen, das retten soll, was zu retten ist. Für die Menschen in Süddeutschland ebenso wichtig wäre ein Vertragspaket mit dem Nachbarn Schweiz, um die Folgen der Nichtmitgliedschaft in der EU abzufedern. Ob es jemals fertig geschnürt wird, ist fraglicher denn je: Die Ernüchterung in der Schlussrunde lässt Böses ahnen.

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Solange die Schweiz die EU als Bedrohung begreift und nicht als Chance, bleibt eine Einigung schwer: Deutsche Handwerker, die jenseits der Grenze Aufträge annehmen möchten, können ein Lied davon singen. Die Schweizer verschanzen sich unter dem Druck von Politik und Gewerkschaften hinter einem Zaun, der nicht zu den Spielregeln der EU passt. Es liegt im Interesse Europas, vor allem aber im Interesse der Grenzregion, dass die Barrieren durchlässiger werden. Der Preis dafür kann jedoch nicht Rosinenpickerei heißen. Will die EU gegenüber den Briten glaubwürdig bleiben, darf sie sich von Bern nicht über den Tisch ziehen lassen.