Entwicklungshilfe, der nicht immer erfolgreiche Versuch, die Lebensumstände in armen Ländern zu verbessern, etwa indem Brunnen gebohrt und Schulen gebaut werden, ist nicht gleichbedeutend mit Fluchtursachenbekämpfung, sondern nur eine Facette davon.

Auch die Befriedung von bewaffneten Konflikten mit militärischen Mitteln oder wirtschaftliche Investitionen können dazu beitragen, dass sich etwa in Afrika die Verhältnisse für die Menschen zum Besseren wenden. Es muss also in der politischen Debatte klar getrennt werden, was nun Entwicklungshilfe ist und was andererseits der polizeilichen und militärischen Zusammenarbeit dient, mit dem Ziel, Flüchtlingsströme zu kontrollieren und auch zu begrenzen.

Darum: Wenn Politiker sich rühmen, für Fluchtursachenbekämpfung mehr Geld bereitzustellen, die zusätzlichen Millionen dann aber in Wirklichkeit für Stacheldraht, Gewehre und Flüchtlingsgefängnisse ausgegeben werden, ist das einfach nur zynisch.