„Es ist zutreffend, was der Generalbundesanwalt mitgeteilt hat“, sagte der Rechtsanwalt Dirk Waldschmidt am Mittwoch dem „Spiegel“. Das Geständnis sei am Dienstag abgelegt worden.

Weitere Angaben wollte der Anwalt dem Bericht zufolge nicht machen. Möglicherweise werde Stephan E. aber in nächster Zeit öffentliche Erklärungen abgeben. Waldschmidt, zeitweise stellvertretender Landeschef der hessischen NPD, hat laut „Spiegel“ bereits zahlreiche Akteure der rechtsextremen Szene juristisch vertreten.

Stephan E. hat nach Angaben von Generalbundesanwalt Peter Frank gestanden, Anfang Juni den Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke getötet zu haben. Der 45-Jährige ist mehrfach vorbestraft und war in früheren Jahren durch Kontakte in die rechtsextreme Szene aufgefallen. Lübcke war in der Vergangenheit wegen seiner Haltung zu Flüchtlingen bedroht worden.