Niemand will den Nationalstolz der Schweizer brechen. Die Eidgenossen haben sich für einen eigenen, wenn auch reichlich teuren Weg entschieden, um von der Europäischen Union zu profitieren. Doch Brüssel kann nicht zulassen, was man Großbritannien mit Recht verweigert: Niemand darf sich aus dem Werte-Kanon der Gemeinschaft nur das herauspicken, was ihm passt. Dass die Regierung in Bern den eigenen Arbeitsmarkt schützen will, unterscheidet sie nicht von Berlin, Paris oder Rom. Aber die europäischen Regelwerke in diesem Bereich sind fair.

Das könnte Sie auch interessieren

Deswegen kann und darf die Kommission nicht hinnehmen, dass EU-Mitglieder und solche, die vom Binnenmarkt profitieren wollen, zusätzliche Hürden auf nationaler Ebene aufbauen, die vor allem ein Ziel haben: ausländische Arbeitskräfte fernzuhalten. Die Schweiz täte gut daran, ihre ideologischen Gräben zuzuschütten und auf die EU zuzugehen. Denn ohne eine umfassende Partnerschaft wird sie kaum das jetzige Niveau halten können.