Der Flughafen Zürich unterhält seit Herbst 2017 die größte Baustelle der Schweiz. Die heimischen Zeitungen berichten übereinstimmend, dass die Erweiterung der Verkehrsdrehscheibe größer ausfallen wird als im Herbst gedacht. Das gesamte Dock soll erweitert werden. Bisher können 17 Flugzeuge an den Abfertigungsportalen (Gates) bedient werden. In Zukunft sollen es deutlich mehr sein. Der Flughafen rechnet "in den nächsten 20 bis 30 Jahren mit einem Anstieg von 29 auf 50 Millionen Passagiere." Eine neue Gepäcksortieranlage wird 470 Millionen Franken kosten. Das berichtet der Zürcher "Tagesanzeiger" unter Berufung auf das Mitarbeitermagazin des Flughafens.

 

 

 

 

 

 

Auf deutscher Seite rufen die Kloten-Pläne große Sorge hervor. Bereits in der Vergangenheit fühlen sich die Nachbarn in den Landkreisen Waldshut, Schwarzwald-Baar und Konstanz übergangen. Die SPD-Abgeordnete Rita Schwarzelühr-Sutter (Waldshut-Tiengen) kritisierte den Schweizer Mega-Plan: „Was die Schweizer ihrer eigenen Bevölkerung zumuten wollen, müssen sie natürlich selbst entscheiden. Für uns in Deutschland ist die Belastungsgrenze bereits deutlich überschritten. Eine Kapazitätsausweitung ist mit uns nicht zu machen.“ Sie hat sich bereits an das Verkehrsministerium in Berlin gewandt, das derzeit aber nur geschäftsführend besetzt ist.