Es gibt einfachere Termine als den G20-Gipfel in der kommenden Woche. Der Veranstaltungsort ist eine der Hochburgen der linksautonomen Szene; deren Motto "Willkommen in der Hölle" versucht gar nicht erst, subtil zu sein. Unter den Gästen sind geübte Querulanten wie Trump, Putin und Erdogan, die schon für Streit sorgen, noch ehe sie deutschen Boden betreten haben. Die Tagesordnung ist mit Klimapolitik, Flüchtlingskrise, Terrorismus und Freihandel eher schwer verdaulich.

Und dann befindet sich die Gastgeberin Angela Merkel auch noch im Wahlkampf und steht unter entsprechendem Erwartungsdruck, als Regisseurin das politische Improvisationstheater mit den zu vielen Hauptdarstellern zu beherrschen. Konfrontation ja, Isolation nein. Das Treffen im Hochsicherheitstrakt Hamburg ist mit so vielen Erwartungen aufgeladen, dass sie eigentlich nur enttäuscht werden können. Oder kann sich noch jemand daran erinnern, welche wegweisende Entscheidung beim letzten G20-Gipfel getroffen wurde?