Ein Unfall mit drei Toten. Gaffer filmen aus Lastwagen heraus so lange, bis einem Feuerwehrmann der Kragen platzt und er die Videoten nass spritzt. Damit stoppt er die Filmarbeiten schlagartig. Formal überschritt er seine Kompetenzen, wie die Polizeigewerkschaft kleinlich anmerkt.

Doch das ist Kleingedrucktes. Der Mann handelte richtig und leistete unkonventionelle Amtshilfe. Selten wurde eine Wasserspritze so kreativ und wirksam gehandhabt. Anzeigen und hoffentlich saftige Bußgelder sind für jene fällig, die bremsen, zusehen, – nicht für den Feuerwehrmann. Der arbeitete auch an diesem Tag ehrenamtlich. Hut ab!

Das Gaffertum ist ein altes Phänomen. Doch nie konnten sich Voyeure auf die Schnelle so wichtig machen wie heute. Sie stellen ihre Wackelbilder ins Internet, um möglichst vielen den Zugang zu einem blutigen Schauplatz zu ermöglichen. Ein Feuerwehrmann stoppt diese Trittbrettfahrer mit einem einfachen Mittel. Die Methode wird Schule machen, und jeder weiß es jetzt.