Es ist noch nicht lange her, das gab der Energie-Riese RWE viel Geld für schöne Werbefilmchen aus, die zur besten Sendezeit liefen: Nach dem Ausstieg aus der Atomenergie inszenierte man sich so grün, als habe man den Ökostrom aus Wind und Sonne selbst erfunden. Irreführung nennt man das.

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Denn RWE betreibt große Braunkohlekraftwerke und macht nun rücksichtlos von seinem Recht gebrauch, einen Wald abzuholzen, damit das Kohlestrom-Zeitalter nicht so schnell endet. Damit schafft man noch schnell vollendete Tatsachen, bevor in Berlin die neue Kommission zusammenkommt, um zwischen Klimaschutz durch ein Braunkohle-Aus und Jobinteressen im Rheinland zu vermitteln.

Die Räumung im Hambacher Forst wird so zu einem Angriff auf die Energiewende. Und die wirft die Frage auf: Wie viel Braunkohle brauchen wir überhaupt noch? Für Klimaschützer steht die Antwort fest: Möglichst schnell deutlich weniger. Fazit: Der Wald sollte erst mal stehen bleiben.