Die USA und die Türkei haben mit gemeinsamen Patrouillen im Nordosten Syriens begonnen. Wie ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP berichtete, passierten am Sonntag sechs gepanzerte Fahrzeuge aus der Türkei die Grenze zu Syrien, um sich mit den US-Truppen zusammenzuschließen.

Die „Sicherheitszone„

Die Türkei und die USA hatten Anfang August vereinbart, mithilfe gemeinsamer Patrouillen eine „Sicherheitszone“ im kurdischen Nordosten Syriens einzurichten.

Die Vereinbarung vom 7. August sieht die Schaffung einer bis zu 32 Kilometer breiten „Sicherheitszone“ entlang der türkischen Grenze zu den Kurdengebieten in Nordsyrien vor, um türkischen Sicherheitsbedenken Rechnung zu tragen. Die Region wird von den kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) kontrolliert, die Ankara wegen ihrer engen Verbindungen zur verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als terroristische Bedrohung einstuft.

Die USA schätzen die syrische Kurdenmiliz dagegen als Verbündeten im Kampf gegen die Dschihadisten in Syrien. Nachdem der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan immer wieder mit einer Offensive gegen die YPG in Nordsyrien gedroht hatte, willigten die USA in die Schaffung einer Pufferzone ein.

Dazu wurde bereits ein gemeinsames Einsatzzentrum eingerichtet, auch gab es erste gemeinsame Hubschrauberpatrouillen.