Die Eidgenossen ähneln den Briten. Sie wollen nicht verstehen, was es bedeutet, wenn die EU die Geduld verliert. Sicher, auch für die Europäische Union wäre ein Bruch der Handelsbeziehungen mit der Schweiz ein Verlust – ebenso wie der voraussichtliche Weggang Großbritanniens. Aber wenn Brüssel einmal betont, dass es zu Nachverhandlungen nicht mehr bereit ist, wären seine Verhandlungspartner gut beraten, die Geduld der EU nicht aufs Blut auszureizen.

Die Gemeinschaft hat der Schweiz ein faires Angebot gemacht: Doch die Eidgenossen wollen zwar vom Binnenmarkt profitieren, aber weiter ihre eigenen Regeln machen. Aber es kann nicht sein, dass acht Millionen einem Markt von 500 Millionen mehr Verbrauchern die Bedingungen diktieren wollen. Sicher, über Nachbesserungen und Präzisionen lässt sich immer reden. Am Ende sind das aber nur kosmetische Veränderungen. Im Kern ändert sich nichts. Das sollte vor allem die SVP einsehen statt gegen das Abkommen zu ätzen.