Am Ende konnte es Angela Merkel gar nicht schnell genug gehen. Bevor die Kanzlerin nach Afrika aufbrach, wollte sie den Koalitionskrach um die Renten und die Arbeitslosenversicherung lösen. Mit Erfolg. Es bleibt dabei, dass die Koalitionäre bei der Rente eins zu eins die Vereinbarungen des Koalitionsvertrags umsetzen. Dagegen wird der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung, wie von der Union gefordert, deutlich stärker als geplant gesenkt. Und die SPD setzte sich mit der Stärkung der Rechte der Mieter durch. So gab es für jede Seite einen Erfolg.

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Trotz dieser Einigung bleibt die Sozialpolitik eine Großbaustelle. Die Koalition profitiert im Augenblick von Wirtschaftsboom und hohen Steuereinnahmen. Das macht es leicht, sich großzügig zu zeigen. Gleichwohl gibt es keine Garantie, dass die fetten Jahre endlos andauern. Spätestens wenn die Rentenkommission ihr Konzept vorliegt, stellt sich die Frage, wie der Sozialstaat angesichts des demografischen Wandels zukunftssicher gestaltet werden kann.