Die umstrittene Bedürftigkeitsprüfung ist endlich einem praktikablen Ansatz gewichen: Das zu versteuernde Einkommen soll als Bemessungsgrundlage der Grundrente dienen.

Damit vermeidet der Staat neue komplizierte Prüfungsverfahren und dem Bürger den unangenehmen Gang zum Amt. Denn die Finanzämter können die Einkommenslage an die Sozialbehörden weitergeben.

Wer Anspruch hat, bekommt die Grundrente, ohne dafür wie ein Hartz-IV-Empfänger zum Jobcenter gehen zu müssen.

Finanzierung mit Fragezeichen

Dennoch bleibt die Grundrente an sich problematisch. Nicht nur ihre Finanzierung: Schon jetzt müssen immer weniger junge Arbeitnehmer immer älter werdende Renter mittragen.

Auch die Frage, ob es realistisch ist, dass die Kosten unter zwei Milliarden Euro bleiben, muss gestellt werden.

Und zuletzt, wie fair die Grundrente ist, wenn Menschen weniger als 35 Versicherungsjahre vorzuweisen haben, aber trotzdem von Altersarmut bedroht sind. Sie bleiben in dem Konzept außen vor.