Während die Freien Wählervereinigungen und vereinzelt auch die FDP vorwiegend in kleineren Gemeinden zulegen konnten und mancherorts die CDU abgehängt haben, gewinnen die Grünen in den Städten hinzu.

In Furtwangen etwa holten Freie Wähler und Unabhängige Liste jeweils ein zusätzliches Mandat – auf Kosten der CDU. Ausnahmen bilden unter anderem Engen, St. Blasien, Waldshut und Hohentengen am Hochrhein, wo die Union trotz Verlusten noch auf deutlich über 30 Prozent der Stimmen kam.

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Die Grünen schafften dagegen in mehreren Gemeinden überragende Ergebnisse. In Friedrichshafen schoben sie sich mit 20,4 Prozent auf den zweiten Platz hinter die CDU, die ebenso wie SPD und Freie Wähler Federn lassen musste. Den stärksten Erfolg feierten die Grünen in der Universitätsstadt Konstanz, wo sie 31,8 Prozent erzielten und künftig mit 13 Sitzen die mit Abstand stärkste Fraktion stellen werden.

Die CDU fuhr mit über 18 Prozent Minus herbe Verluste ein und bekommt nur noch sieben Sitze. In Überlingen am Bodensee überrascht die Liste für Bürgerbeteiligung und Umweltschutz (LBU) mit einem starken Ergebnis und stellt künftig mit acht Gemeinderäten die stärkste Fraktion (2014 sechs). Neu im Gemeinderat ist die BÜB+ (Bürger für Überlingen) mit drei Mandaten, die aus einer Protestgruppe gegen das Fällen von Bäumen im Vorfeld der Landesgartenschau hervorgegangen ist.

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Eine Besonderheit gab es in Blumberg (Schwarzwald-Baar-Kreis). Hier erreichte der parteilose Stadtrat Hermann Zorbach (75) mit 2295 Stimmen den Einzug in den Gemeinderat. Bei der Wahl 2014 hatte er auf der SPD-Liste 1305 Stimmen erhalten.

Selten, aber nicht unmöglich ist auch der Einzug von Ehepartnern in das Ratsgremium. Das ist der Fall in Überlingen, wo das Ehepaar Bettina Dreiseitl-Wanschura und Herbert Dreiseitl gewählt wurden. Und im Gemeinderat Markdorf, wo die SPD-Fraktion mit drei Sitzen künftig mit einem Ehepaar vertreten ist. Zum bisherigen Fraktionschef Uwe Achilles gesellt sich nun seine Ehefrau Cornelia hinzu.

Und auch das gibt es: Im neuen Bermatinger Gemeinderat besteht die dreiköpfige CDU-Fraktion aus zwei Frauen und einem Mann. Damit verfügen die dortigen Christdemokraten über einen Frauenanteil von 66,6 Prozent. Das ist eher ungewöhnlich für die CDU, deren statistischer Vergleich anders aussieht.

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