Nun hat der grüne Verkehrsminister Winfried Hermann, was er wollte: ein Tempolimit auf der A81. Aber auch er konnte sich mit seinem ursprünglichen Plan nicht durchsetzen. So sollte die Strecke anfangs länger sein und die Autofahrer auf Tempo 120 gebremst werden. Zudem hatte sich Hermann die Sache als große Messdaten-Ouvertüre für ein irgendwann zu erlassendes generelles Limit auf den deutschen Autobahnen gedacht. Hier sollten also echte Pionierdienste geleistet werden.

Übrig geblieben ist davon so gut wie nichts. Jetzt heißt es nur noch: Bremsen, um Schweizer Rasern die Freude an Wettrennen zu nehmen. Dass diese auch ohne den neuen Schilderwald verboten sind – wen juckt's? Jedenfalls wird das Limit als ein Plus an Sicherheit ausgegeben. Das klingt gut und der Minister ist fein raus. Aber sind es die Schilder allein, die das Fahren sicherer machen? Zweifel bleiben. So hätte sich der jüngste Unfall mit drei Lastwagen auf der A81 zwischen Engen und Geisingen auch trotz Tempo 130 ereignet.