Die Reform: Obamacare ist der umgangssprachliche Name für eine Reform des Gesundheitssystems in den USA. Sie soll Millionen US-Bürgern ohne sonstige Krankenversicherung bezahlbare medizinische Behandlungen ermöglichen. Offiziell heißt das Reformgesetz, das Präsident Barack Obama im Kongress durchboxte und im März 2010 unterzeichnete, "Patient Protection and Affordable Care Act", auf Deutsch etwa "Gesetz zum Schutz der Patienten und für eine bezahlbare Krankenversicherung".

Die Bedingungen: Kernpunkt ist eine Versicherungspflicht, die seit dem 1. Oktober 2013 gilt. Arbeitgeber mit mehr als 50 Vollzeitbeschäftigen müssen ihren Arbeitnehmern eine Versicherung anbieten. Wer keine Versicherung über seinen Arbeitgeber erhält, kann sich auf einem öffentlichen "Marktplatz" im Internet eine Versicherung aussuchen. Für Geringverdienende gibt es Zuschüsse. Wer sich nicht versichert, muss ein Bußgeld zahlen. Versicherer dürfen Menschen nicht mehr wegen Vorerkrankungen ablehnen. Ebenso ist es ihnen verboten, jemandem wegen eines kleinen Fehlers im Anmeldeformular die Kostenerstattung zu verweigern. (sk)