Wer folgt auf Andrea Nahles an der Spitze der SPD nach? Alle Parteimitglieder dürfen mitentscheiden, vielleicht kommt es sogar zu einer Doppelspitze. Frühestens Ende Oktober könnte ein Ergebnis feststehen.

Olaf Scholz (61), Vizekanzler und Klara Geywitz (43), Landtagsabgeordnete Brandenburg

<strong>Olaf Scholz</strong> zierte sich, als im Juni die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles im Raum stand. Nach ...
Bild: Monika Skolimowska (dpa-Zenztralbild)

Olaf Scholz zierte sich, als im Juni die Nachfolge der zurückgetretenen Parteichefin Andrea Nahles im Raum stand. Nach langem Zögern hat der Bundesfinanzminister seine Bereitschaft zur Kandidatur erklärt - und die bundesweit weitgehend unbekannte Brandenburger Landespolitikerin Klara Geywitz als seine Tandempartnerin präsentiert. Scholz führte die Partei nach dem Debakel um den früheren Vorsitzenden Martin Schulz bereits 2018 für rund zwei Monate kommissarisch. Die 43-jährige Geywitz war früher stellvertretende Landesvorsitzende in Brandenburg.

Ralf Stegner (59), SPD-Parteivize und Gesine Schwan (76), SPD-Grundwerte-Kommission

<strong>Gesine Schwan</strong> und <strong>Ralf Stegner</strong> sind Politik-Veteranen. Der 59-jährige Stegner, der immer wieder mit ...
Bild: Britta Pedersen (dpa-Zentralbild)

Gesine Schwan und Ralf Stegner sind Politik-Veteranen. Der 59-jährige Stegner, der immer wieder mit zugespitzten Formulierungen für Schlagzeilen sorgt, koordiniert seit Jahren den linken SPD-Flügel und ist seit 2014 Parteivize. Der großen Koalition steht er skeptisch gegenüber. Die 76-jährige Schwan, die zweimal als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt scheiterte, ist Chefin der Grundwertekommission ihrer Partei. In ihrem Bewerbungsschreiben bezeichnen sie die SPD als „linke Volkspartei“.

Hans Wallow (79), Ex-Bundestagsabgeordneter

<strong>Hans Wallow</strong> saß in den 80er und 90er Jahren für die SPD im Bundestag und würde der Partei gerne seine „lange Erfahrung ...
Bild: Michael Jung (dpa)

Hans Wallow saß in den 80er und 90er Jahren für die SPD im Bundestag und würde der Partei gerne seine „lange Erfahrung sowohl in der praktischen Politik als auch in grundsätzlichen Fragen“ zur Verfügung stellen.

Hilde Mattheis (64), Forum Demokratische Linke und Dierk Hierschel (48), Verdi-Chefökonom

<strong>Hilde Mattheis</strong> und <strong>Dierk Hirschel</strong> stehen für einen klaren Linkskurs ihrer Partei. Als Vorsitzende des ...
Bild: Wolfgang Kumm (dpa)

Hilde Mattheis und Dierk Hirschel stehen für einen klaren Linkskurs ihrer Partei. Als Vorsitzende des Forums Demokratische Linke 21 innerhalb der SPD zählt Mattheis zu den scharfen Kritikern der großen Koalition. Hirschel ist Funktionär bei der Gewerkschaft Verdi.

Christina Kampmann (39), Landtagsabgeordnete NRW und Michael Roth (48), Europa-Staatsminister

<strong>Christina Kampmann</strong> und <strong>Michael Roth</strong> wählten für ihre Kampagne das Motto „Mit Herz und Haltung“. Der ...
Bild: Gregor Fischer (dpa)

Christina Kampmann und Michael Roth wählten für ihre Kampagne das Motto „Mit Herz und Haltung“. Der Staatsminister im Auswärtigen Amt und die ehemalige NRW-Familienministerin wollen unter anderem Kommunalpolitiker und Nicht-Mitglieder stärker einbeziehen.

Nina Scheer (47), SPD-Landesverband Schleswig-Holstein und Karl Lauterbach (56), Stv. Vorsitzender SPD-Bundestagsfraktion

<strong>Karl Lauterbach</strong> und <strong>Nina Scheer</strong> werben mit ihrer Kampagne „Sozial. Ökologisch. Klar“ unter anderem für ...
Bild: Wolfgang Kumm (dpa)

Karl Lauterbach und Nina Scheer werben mit ihrer Kampagne „Sozial. Ökologisch. Klar“ unter anderem für ein Ende der großen Koalition. Lauterbach ist als langjähriger Gesundheitsexperte seiner Fraktion bekannt, Scheer widmet sich vor allem umwelt- und energiepolitischen Fragen.

Robert Maier (39), Vizepräsident SPD-Wirtschaftsforum

<strong>Robert Maier</strong> ist Unternehmer und Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums. Er wendet sich gegen einen „Linksruck“ der SPD.
Bild: Bernd von Jutrczenka (dpa)

Robert Maier ist Unternehmer und Vizepräsident des SPD-Wirtschaftsforums. Er wendet sich gegen einen „Linksruck“ der SPD.

Boris Pistorius (59), Innenminister Niedersachsen und Petra Köpping (61), Integrationsministerin Sachsen

<strong>Boris Pistorius</strong> und <strong>Petra Köpping</strong> haben sich als Landesminister profiliert: Der 59-jährige Pistorius ...
Bild: Peter Endig (dpa-Zentralbild)

Boris Pistorius und Petra Köpping haben sich als Landesminister profiliert: Der 59-jährige Pistorius ist seit 2013 Niedersachsens Innenminister, er gibt sich gerne als pragmatischer Macher-Typ. Die 61 Jahre alte Köpping ist als Sachsens Integrations-Staatsministerin eine der wichtigsten SPD-Politikerinnen im Osten. In ihrem Buch „Integriert doch erst mal uns“ schreibt sie über das Gefühl vieler Ostdeutscher, abgehängt zu sein. Köpping engagiert sich stark im Kampf gegen Rechtsextremismus.

Karl-Heinz Brunner (66), Bundestagsabgeordneter

Der bayerische Abgeordnete <strong>Karl-Heinz Brunner</strong> warnt vor einer zu linken Positionierung seiner Partei.
Bild: Michael Kappeler (dpa)

Der bayerische Abgeordnete Karl-Heinz Brunner warnt vor einer zu linken Positionierung seiner Partei.

Saskia Esken (58), Bundestagsabgeordnete Baden-Württemberg und Norbert Walter-Borjans (66), Ex-Finanzminister Nordrhein-Westfalen

<strong>Norbert Walter-Borjans</strong> und <strong>Saskia Esken</strong> wollen eine &bdquo;mutige Spitze&ldquo; für die SPD sein. ...
Bild: Agentur

Norbert Walter-Borjans und Saskia Esken wollen eine „mutige Spitze“ für die SPD sein. Walter-Borjans, von 2010 bis 2017 NRW-Finanzminister, wurde vor allem durch seinen Kampf gegen Steuerbetrug durch illegale Geldtransfers in die Schweiz bekannt. Die Informatikerin Esken sitzt seit 2013 im Bundestag und ist Mitglied im Innenausschuss und im Ausschuss Digitale Agenda.