Christina Schütz
Christina Schütz | Bild: Schütz
  • Christina Schütz, 54, aus Konstanz: „Ich habe vier Kinder und alle streiken. Allerdings ist nur die jüngste Tochter (16) noch schulpflichtig. Ich finde das super, dass sie mitmachen. Man muss ja auch sehen: Diejenigen, die sich da engagieren, machen das nicht, weil sie die Schule schwänzen wollen, sondern weil sie sich für ihre Zukunft interessieren. Bislang gab es an der Schule meiner Tochter keine Probleme. Ich hätte ansonsten versucht, mit dem Lehrer ins Gespräch zu kommen. Ich bin der Meinung, dass man das Versäumte ohne Probleme nachholen kann. Da bin ich beim vierten Kind schon etwas cooler geworden. Was ist schon eine verpasste Schulstunde im Vergleich zur verpassten Zukunft?“
Christian Jutzler
Christian Jutzler | Bild: Jutzler
  • Christian Jutzler, 56, aus Freiburg: „Mein Sohn (17) steckt zwar gerade mitten in der Abi-Vorbereitung, aber er ist gut in der Schule, da muss man sich keine Sorgen machen. Meine 15-jährige Tochter ist ebenso hoch motiviert. Ich freue mich, dass sich die Jugendlichen so engagieren, weil mir das Thema selbst sehr wichtig ist. Ich finde es in Ordnung, dass die Schüler dafür streiken. Und die Streiks finden ja auch nicht jede Woche statt. Mein Sohn hat mir erklärt, warum sie nicht einfach samstags demonstrieren können: Dadurch dass sie den Unterricht bestreiken und Regeln brechen, zeigen sie, dass sie es ernst meinen. Dafür sind sie auch bereit, die Konsequenzen zu tragen. Meine Tochter und ihre Mitstreikenden pflanzen nun – quasi als Strafarbeit – gemeinsam mit dem Forstamt Bäume, und die Bürgermeisterin kommt auch dazu. Bei Parents for Future bin ich, weil ich es wichtig finde, dass wir den Kindern zeigen, dass wir hinter ihnen stehen.“
Khayim Perret
Khayim Perret | Bild: Perret
  • Khayim Perret, 59, aus Konstanz: „Meine Kinder sind nicht mehr schulpflichtig. Ich engagiere mich bei Parents for Future, weil ich es höchste Zeit finde, dass wir Erwachsenen uns auch einbringen. Die Diskussion über das Schuleschwänzen finde ich seltsam. Es geht schließlich um Streiks. Warum nimmt man das nicht ernst – schließlich sind die meisten sozialen Errungenschaften durch Streiks erkämpft worden. Außerdem ist es doch Blödsinn, von Schulpflicht zu sprechen, wenn die Politik in Sachen Klima nichts erreicht. Ich engagiere mich bei den Demos als Ordner.“ (rom)