Nun also Japan. Das Netz der europäischen Freihandelsverträge wird größer und dichter. Schon jetzt umfasst die Liste mehr als 100 Staaten. Was die EU und ihre Partner demonstrieren, ist ein Bekenntnis zum Freihandel, der auf unsinnige Zölle und Abgaben verzichtet und versucht, gemeinsame Industriestandards zu erreichen.

Natürlich hat längst nicht jeder Partner die gleichen Vorstellungen von Menschen- und Arbeitnehmerrechten, von Klima- und Verbraucherschutz. Dennoch gehören bilaterale Abkommen zu den Säulen unserer Wirtschaft – ohne unsere Werte und Überzeugungen zu verkaufen, sondern gerade, um für sie zu werben und auf sie zu pochen. Für manche Handelspartner zum Beispiel in Afrika ist der Abbau von Zollschranken so etwas wie der Einstieg in einen wichtigen Absatzmarkt und damit eine Chance.

Auch Japan gehört dazu. Denn die bisherigen Abkommen drehen sich keineswegs nur um Import- und Exportauflagen, sondern vor allem um Marktöffnung, die allen zugutekommen soll.