Reinhard Grindel sollte Studiogast sein in einer ZDF-Sendung zum Thema Özil – er hat abgesagt. Dafür hat der Präsident des Deutschen Fußball-Bundes nun schriftlich Stellung bezogen. Klar, dass er den Rassimus-Vorwurf Özils zurückweist und stattdessen die integrative Kraft des Fußballs im Lande beschwört.

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Die gibt es zweifelsfrei, aber das ist nicht das Thema mit Blick auf Amt und Handeln Grindels. In der Affäre um das Erdogan-Bild wäre es Chefsache gewesen, den Konflikt rechtzeitig zu befrieden. Vorher fehlte ihm Weitblick – und jetzt die Einsicht.

Eine Frage des Formats, aber dass Grindel bleiben will, überrascht nicht. Persönlich wäre der Rücktritt ein Sturz ins Bodenlose, beim Sesselkleben hilft ihm, dass in DFB-Kreisen die Furcht groß ist, ein Abgang des Uefa-Exekutivmitglieds Grindel könne sich negativ auf die Wahl des EM-Ausrichters 2024 auswirken. Sollte am 27. September der Zuschlag allerdings an den Konkurrenten Türkei gehen, muss Grindel tun, was sowieso angesagt wäre: den Hut nehmen.