1. Blütenbestäubung durch Menschen muss nicht am Bienensterben liegen. Es ist ein Horrorszenario, beschrieben in Maja Lundes 2017 erschienenem Roman „Die Geschichte der Bienen“: In China gibt es keine Bienen mehr, Menschen müssen Nutzpflanzen per Hand bestäuben. Auch Ministerpräsident Winfried Kretschmann warnte schon 2018 davor, dass Handbestäubung in China zum Teil heute schon Realität sei. Die FDP-Landtagsfraktion wollte nun von der Landesregierung wissen, welche Fakten Kretschmanns Aussage zugrunde liegen. Die Antwort freilich kannte die FDP schon: Es handelt sich um die Edelbirne Jinhuali, deren Blüten auf Plantagen im chinesischen Sichuan von Hand bestäubt werden – weil es wirtschaftlicher ist. In China hat sich die Zahl der Bienenvölker in den letzten Jahren sogar erhöht. (uba)
    Preiswerte Fleißarbeit: Eine Biene bei der Arbeit der Bestäubung. Bild: dpa
    Bild: Julian Stratenschulte
  2. Zu Hause arbeiten kann ungesund sein. Die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet viele Vorteile. Statt morgens mit dem Auto auf dem Arbeitsweg im Stau zu stehen, kann man sich nach einem entspannten Frühstück einfach zu Hause per PC oder Tablet in die Firmensoftware einloggen, um seine Arbeit ungestört in den eigenen vier Wänden zu erledigen. Doch diese schöne neue Arbeitswelt hat auch ihre Tücken. Wer im Home Office arbeitet, ist anfälliger für psychische Erkrankungen. Erschöpfung, Nervosität und Schlafstörungen sind typische Symptome bei Heimarbeitern. Das zeigt eine Studie der Krankenkasse AOK. Denn wer ständig nur einen Click von seinem Job entfernt lebt, kann schlechter abschalten als Kollegen, die im Büro einen klar definierten Feierabend haben. (td)
    Junge Frau, 25-30 Jahre alt, mit Laptop Computer in ihrer Wohung, am K¸chentisch. Surft im Internet. | Young woman in her apartment, kitchen table, working on a laptop computer, surfing the internet. |[ (c) Jochen Tack Fotografie, Ursulastrasse 9 45131 E S S E N, phone 0201-3107611 fax 0201-3107614 e-mail: info@jochentack.com www.jochentack.com, Konto: D E U T S C H E B A N K E S S E N Nr. 4588539 BLZ 36070050 IBAN: DE87360700240458853900 BIC: DEUTDEDBESS www.freelens.com/clearing, Bei Verwendung des Fotos ausserhalb journalistischer Zwecke bitte Ruecksprache mit dem Fotografen! YES Modelreleased ! Veroeffentlichung nur gegen Honorar, Urhebervermerk und Belegexemplar! Es gelten ausschliesslich meine AGB! www.jochentack.com/agb] [#0,102,121#]
    Bild: (FREELENS Pool) Tack
  3. Aldi schafft Hunderte neue Jobs in England. Es naht Rettung für die Insel. Und das ausgerechnet aus Deutschland! Während wir bisher nur gehört haben, dass im Fall eines Brexit der große Banken-Exitus aus der Londoner City einsetzt und auch andere Konzerne Tausende Stellen streichen wollen, flattert uns jetzt eine gegenteilige Nachricht ins Haus. Aldi will mehr als eine Milliarde Euro in englische Discounter stecken. Aber dahinter könnte nicht nur deutsche Hilfsbereitschaft, sondern auch eiskaltes unternehmerisches Kalkül stecken. Denn wenn viele Briten ihre Jobs verlieren, müssen sie bei Pudding und Porridge sparen. Die günstigen Lebensmittel kaufen sie beim deutschen Billig-Anbieter. Und neue Jobs finden sich in 1200 Filialen auch jede Menge. Fazit: Aldi rettet England! (mic)
    ARCHIV – 01.10.2012, Großbritannien, Manchester: Passanten gehen in den Innenstadt an einer Filiale von Aldi vorbei. (Zu dpa “Aldi will 100 neue Märkte in Großbritannien eröffnen„) Foto: Marius Becker/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ | Verwendung weltweit
    Bild: Marius Becker
  4. Joachim Löw hat (k)ein Torhüterproblem. Marc-André ter Stegen hat beim 0:0 in Dortmund seinen letzten Kritikern – falls es diese überhaupt noch gibt – seine Extraklasse bewiesen. Der Torhüter des FC Barcelona ist seit geraumer Zeit in überragender Form, muss sich in der Nationalmannschaft aber wohl weiter hinter Kapitän Manuel Neuer anstellen. Fakt ist: Auch der Schlussmann des FC Bayern ist in dieser Saison wieder richtig gut drauf. Bundestrainer Löw hat also ein echtes Luxusproblem. Ex-Nationalspieler Thomas Müller bringt es auf den Punkt: "Wir hatten immer gute Zeiten im deutschen Fußball, wenn wir Torhüterdiskussionen hatten." Und Ilkay Gündogan liefert den perfekten Vergleich: "Ob Manu oder Marc besser ist, ist wahrscheinlich wie die Frage Messi oder Ronaldo im Moment." (jwi)
    ARCHIV – 20.03.2019, Niedersachsen, Wolfsburg: Fußball: Länderspiel, Deutschland – Serbien in der Volkswagen Arena. Deutschlands Torhüter Manuel Neuer (l) und Marc-Andre ter Stegen. Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
    Bild: Christian Charisius
  5. Die Bauern nageln das Bienenschutz-Volksbegehren ans Kreuz. Zumindest symbolisch. Und als harsche Geste wollen sie das auch nicht verstanden wissen. Mit den grünen Kreuzen, die die Landwirte im Bodenseekreis hundertfach einschlagen, wollen sie zum Dialog einladen, sagen sie. Es gab schon dezentere Gesprächsangebote. Bei der Debatte um das Volksbegehren steht jetzt Brachial-Symbolik gegen Biene-Maja-Romantik. Es ist auch ein Duell der Regionen – der Südbadener versteht den Obst- und Weinbau, seine Bedeutung, aber auch die mit ihm verbundenen Probleme, anders, wahrscheinlich besser, als ein Öko-Schwabe aus dem Stuttgarter Talkessel. Ob die Obstbauern ihre Hunderten Kreuze, die beim Vorbeifahren auf Dauer befremdlich wirken, hier also überhaupt benötigen? Fraglich. (dod)
    Landwirte stellen überall im Bodenseekreis grüne Kreuze auf. Sie wollen damit auf die Konsequenzen des Bienen-Volksbegehrens für die Landwirtschaft
    Bild: Wieland, Fabiane
  6. In Deutschland werden Pillen knapp. Seit die Produktion von Wirkstoffen und Medikamenten ins Ausland verlagert wird, kommt es immer wieder zu Engpässen. Mittel sind nicht erhältlich, müssen durch Nachahmerprodukte oder gänzlich andere Präparate ersetzt werden. Teils mit gefährlichen Auswirkungen auf die Patienten. Derzeit sind rund 510 Medikamente in Deutschland knapp, also nicht sofort lieferbar. Stark betroffen sind Herz-Kreislauf-Mittel, Schmerzmittel, Antidiabetika, aber auch Antibiotika. Der Grund liegt in den Produzentenstrukturen. Aus Kostengründen ist die Arzneimittelproduktion oft nach Asien verlagert worden. Meist wird ein Wirkstoff nur von zwei oder drei Herstellern geliefert. Fallen diese dann aus, kann die Versorgung weltweit zusammenbrechen. (wro)
    ILLUSTRATION – Zum Themendienst-Bericht vom 10. September 2019: Schlaf- oder Schmerzmittel gibt es auch ohne Rezept. Trotzdem sollte man sie auf keinen Fall dauerhaft einnehmen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn – Honorarfrei nur für Bezieher des dpa-Themendienstes +++ dpa-Themendienst +++
    Bild: Christin Klose