«Die Herausforderungen, denen wir gegenüberstehen, die miteinander verbundenen Krisen unserer Wirtschaft, unserer Demokratie und unseres Klimas waren nie größer», sagte O'Rourke. Mit seiner Kampagne wolle er ein gespaltenes Land einen.

Der ehemalige Kongress-Abgeordnete für die texanische Grenzstadt El Paso hatte seine Absicht zuvor in einem Porträt des Magazins «Vanity Fair» angedeutet. Sein Heimatsender KTSM twitterte bereits am Mittwoch (Ortszeit): «Es ist offiziell. Beto O'Rourke geht ins Rennen für die Präsidentschaft.» Demnach soll der Texaner dem Sender seine Pläne per SMS bestätigt haben.

O'Rourke schließt sich einer wachsenden Zahl von Kandidaten für seine Partei an. Zwar beginnen die Vorwahlen, bei denen die Demokraten ihren Kandidaten für die eigentliche Präsidentenwahl im November 2020 festlegen, erst in knapp einem Jahr. Aber der Wahlkampf läuft längst.

14 demokratische Präsidentschaftsbewerber gibt es bereits. Dazu gehören die Senatoren Elizabeth Warren, Kamala Harris, Cory Booker, Kirsten Gillibrand und Amy Klobuchar sowie der frühere Arbeitsminister Julian Castro. Auch der unabhängige Senator Bernie Sanders, der bereits 2016 bei den demokratischen Vorwahlen angetreten war und damals Hillary Clinton unterlag, will einen neuen Versuch starten. Der frühere US-Vizepräsident Joe Biden hatte seine Anhänger dagegen am Dienstag weiter bis zu einer Entscheidung vertröstet, ob auch er gegen US-Präsident Donald Trump antreten wolle.