Ein gewaltiges Waffenarsenal in der Hand eines mutmaßlichen Islamisten – da schrillen alle Alarmglocken. Auch weil der brisante Fund offenbar gar nicht auf Erkenntnissen der Geheimdienste beruht. Sondern wohl eine Art Beifang ganz gewöhnlicher Ermittlungen im Drogenmilieu ist. Immer wieder zeigt sich, dass es zwischen gewaltbereiten Islamisten und ganz gewöhnlichen Kriminellen riesige Schnittmengen gibt. Zur Finanzierung ihres Terrors ist den selbst ernannten „Gotteskriegern“ kein Geschäft zu schmutzig.

Auch der Terrorist, der auf dem Berliner Weihnachtsmarkt zwölf Menschen ermordete, war ein Serienverbrecher. Es gab im Fall Amri auf Behördenseite offenbar sogar die fatale Einschätzung, dass einer, der selbst Drogen nimmt, regen Handel mit Haschisch und Kokain betreibt, stiehlt und prügelt, nicht zum religiös motivierten Terrorismus taugt. Welch ein Irrtum. In der Ideologie der Islamisten ist alles erlaubt, was dem Heiligen Krieg dient.